Montag, 23. November 2015

Simple Minds - Big Music Tour 2015 - Hamburg - Barclaycards Arena

Nachdem in den letzten Wochen etwas viel Leben dazwischen gekommen ist, stand letzten Dienstag eines der letzten Highlights des Jahres an: die +Simple Minds  spielten in der +Barclaycard Arena in Hamburg.

In den letzten Jahren waren die Simple Minds fast nur im Stadtpark zu sehen, jetzt stand also eine Indoor Tour an.

Im November 2014 (!) begann schon der Vorverkauf und bei der Buchung der Tickets gab es die erste Überraschung: im Innenraum gibt es Sitzplätze. Kurzes wundern und mit Glück habe ich dann doch noch Tickets in der ersten Reihe bekommen.

"I wake every morning and the cold winds cover me
All I've got's a ghost of what could be"
- See the lights -

Jetzt war es nun so weit, aber die Vorfreude wurde am 13. November durch die Anschläge in Paris, unter anderem auf die Konzerthalle Bataclan gedämpft. 
Daher begleitete uns ein sehr diffuses Gefühl, das ich nicht mal als Furcht oder gar Angst beschreiben kann, in diesen Konzertabend. Und obwohl ich die Halle kenne, habe ich mich, nachdem wir unsere Plätze erreicht hatten, doch nochmal nach den Notausgängen umgesehen. 
Trotzdem stellte sich gleich zu Beginn die richtige Stimmung ein.
Anders als bei den Konzerten in Brüssel und Antwerpen, die direkt nach den Anschlägen in Frankreich stattfanden, verzichtete die Band hier auf eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer von Paris.

"When the light settles down here in Honest Town you'll see
There's still something between you and me
And when we turn on our ways back to honest days you'll find
There's still something between you and me"
- Honest Town -

Fast schon ganz klassisch ging es los mit "Waterfront". 
Der Umstand, das die Halle nur auf die Hälfte geteilt und auch nicht ganz ausverkauft war, wirkte sich nicht auf die Stimmung aus. Wer da war, wusste was kommt. Die Band war in bester Spiellaune. 

Verstärkt durch ihre "Stammbackroundsängerin" Sarah Brown und Catherine Anne Davies
Letzterer überließ Jim Kerr zweimal den Leadgesang ("Rivers of Ice" und "Book of brilliant things"). Das hatte zwar etwas von Gib-dem-Nachwuchs-eine-Chance, aber sie wusste durchaus zu überzeugen. Von daher bin ich mal gespannt auf ihr Debutalbum das im Januar 2016 erscheint.

All my love, you're my all
They way you move, you're in control
The way you talk, the way you dress
Your hands, your touch, your sweet caress.
All my love, you're the best,
Every little thing that I possess,
It's all emotion when you take control,
I can feel wild horses running in my Soul.
- Real Life -

Der bestuhlte Innenraum war gewöhnungsbedürftig und die Ordner achteten darauf, das man nicht bis zu den Absperrungen vor der Bühne vorrückte. 
Aber wir waren ja nicht in der Oper und so war die ganze Halle gleich ab dem ersten Ton auf den Beinen. 

Nach 13 Songs gab es dann eine ... Pause, auch eher ungewohnt, aber so verpasste man jedenfalls nichts beim Bier holen. Nach 15 Minuten ging es dann weiter, quer durch 35 Jahr Bandgeschichte. Mit den Zugaben durfte dann auch endlich bis vor die Bühne vorgerückt werden, was auch der Band sichtlich besser gefiel. 
Nach 26 Songs war dann mit "Sanctify yourself" Schluss und draußen wartete der Hamburger Nieselregen auf uns.

Alles in allem ein Konzertabend der sich gelohnt hat.

Die Setlist:
1.         Waterfront
2.         Up on the Catwalk
3.         See the Lights
4.         Celebrate
5.         Blindfolded
6.         Promised You a Miracle
7.         Glittering Prize
8.         Real Life
9.         Hunter and the Hunted
10.       New Gold Dream (81-82-83-84)
11.       Rivers of Ice
12.       Dolphins
13.       Don't You (Forget About Me)

14.       Book of Brilliant Things
15.       This Fear of Gods
16.       Honest Town
17.       Bangin' on the Door
18.       Someone Somewhere in Summertime
19.       Once Upon a Time
20.       All the Things She Said
21.       Let There Be Love
22.       Midnight Walking
23.       Let It All Come Down

Encore:

24.       Big Music
25.       Alive and Kicking
26.       Sanctify Yourself


See the lights ist einer meiner Favoriten, welches sind eure?