Donnerstag, 21. Mai 2015

... but the memory remains

Momentan verfolge ich ja die "Berichterstattung" der, gerade angelaufenen, U2 Tour.

Was wird da nicht alles geTwittert und auf YouTube gestellt. Das ist zum einen natürlich toll, zum anderen aber auch etwas zuviel.

Vom anstehen in der Einlassschlange (drei s?), dem Run auf die besten Plätze im Innenraum, Shoppingfieber am Merchandising-Stand und inzwischen gibt es sogar das komplette Eröffnungskonzert aus Vancouver auf YouTube zu sehen.

Ich gebe zu, auch ich bin neugierig. 
Was wird gespielt, wie sieht die Bühne aus etc.. 
Aber eins stört mich dann doch, wenn jemand die ganze Zeit vor mir steht, sein Smartphone hochhält und alles filmt.

Ich will so ein Konzert ja erleben, ich will mitsingen (zum Leidwesen der umstehenden), mitgehen, klatschen, Choreos mitmachen, was auch immer, sofern das in einer Menschenmenge möglich ist. Und dazu bedarf es frei Sicht auf die Bühne. 
Ich möchte mir nicht ewig den Hals verdrehen müssen um an irgendeinem Display vorbei linsen zu können, nur um dann auf das nächste Display zu gucken. Gerade wenn man weiter hinten steht (können ja nicht alle in die erste Reihe) hat man dann echt verloren.

Und wie sieht das erst für diejenigen auf der Bühne aus?
Alles steht still, hält das Smartphone hoch, keine Interaktion mit dem Publikum - weil alle stillhalten. Da hätte ich schon keine Lust aufzutreten.

Ja, auch ich mache Fotos, es ist ja auch zu praktisch das man mit diesen kleinen Dingern Fotos machen kann und sie nicht am Eingang abgenommen werden. 
Aber dabei beherzige ich für mich die Regel, die für die Pressefotografen gilt: 

three songs, no flash.

Dann war man nicht nur dabei, sondern hat auch was zu erzählen. ;-)


Wie seht Ihr das?