Samstag, 30. Mai 2015

...but at the end of the day...

Einer Band die in den letzten Monate immer mal häufiger auf meinem Radar aufgetaucht ist: Marillion1979 gegründet und benannt nach Tolkiens "Silmarillion" hat die Band aus Schottland eine bewegte Geschichte hinter sich.
Nach den ersten, und für viele immer noch besten Jahren mit Sänger Fish und seit 1989 mit Sänger Steve Hogarth, haben sich Marillion, nach schwierigen Zeiten in den 
1990´er Jahren, eine treue Fanbasis geschaffen, die neben den regulären Touren auch zu den Marillion-Weekends nach England, Kanada oder den Niederlanden reist.

Vom Stil her gelten Marillion als Neo-Prog, was sich aber seit dem Einstieg von Steve Hogarth in Richtung anspruchsvolle atmosphärische Musik gewandelt hat. Das kann schon mal etwas schwermütig und düster werden, manchmal etwas theatralisch, passt aber immer zum Konzept des jeweiligen Tonträgers. 

Ich gebe zu, bin ich eher ein Freund von Marillions Up-Tempo-Nummern. 
Die ruhigeren Sachen sind teilweise echt schwere Kost. Da geht ein Song schon mal 
12+ Minuten. Da muss ich wirklich in Stimmung zu sein.

Neben dem Gesang von Hogarth spielt hier natürlich die Gitarrenarbeit von +Steven Rothery eine sehr große Rolle, perfekt ergänzt durch Keyboarder Mark Kelly.

Nebenbei könnte man Marillion auch fast als Erfinder des Crowdfunding bezeichnen.
Die beiden Alben "Anoraknophobia" (2001) und "Marbels" (2004) zum Beispiel, kamen nur aufgrund der Vorfinanzierung durch die Fans zustande. 

Aktuell wird gerade am 18ten Album gearbeitet.


"The Release" ist eigentlich ein Bonussong vom 1989´er Album "Seasons End".
Ein Lied über das tägliche Hamsterrad und den Wunsch daraus auszubrechen...


The alarm by the bed

wrings the dreams from my head

It´s a new day
Leave the flakes in the bowl
Milk unopened, I´m gone
but I´m still late
Join the fight for a cab
take our place in the jam
and watch the clock again


... und das es am Ende des Tages jemanden gibt, der den Alltag vergessen macht (aber das ist nur meine Interpretation, kann sein, das sich das "lyrische Ich", mit dem ich ab und an Schwierigkeiten habe, in dem Lied auch auf die Person selber bezieht).


But at the end of the day
you´re the on who burns it all away